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2005-12-09
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Vinschger Wahn

Die BürgerInnen von PARTSCHINS haben einen Beschlussantrag eingebracht, in dem die Gemeinde Partschins die Landesregierung auffordert, den Baubeginn der beiden Tunnels an der Vinschgauer Straße im Abschnitt Forst-Töll einstweilen aufzuschieben.
Es sollen zunächst die Ergebnisse der Knoflacher-Studie zum Verkehr im Vinschgau veröffentlicht und der Bevölkerung bekannt gemacht werden.
Die Menschen im Vinschgau leiden bereits jetzt sehr unter dem starken Autoverkehr. Warum sollen sie ertragen, dass mit der Öffnung der „Schleuse“ Töll noch mehr Auto- und LKW-Verkehr ins Tal kommt?
Nach der Pustertalerstraße soll nun offensichtlich auch die Straße durch den Vinschgau zu einer Schnellstraße ausgebaut werden. Auch der Vinschgau soll endgültig dem Autoverkehr geopfert werden.
LH Durnwalder und LR Widmann scheinen hier nicht die Interessen der Menschen zu vertreten, sondern jene der Baufirmen. Ihr Verhalten grenzt ans Verbrecherische! Warum kann nicht die Wirkung der Bahn und der Zubringerdienste abgewartet, vielleicht auch verstärkt werden? Warum lässt man einem neuen System wie der Bahn nicht die Zeit, sich zu optimieren? Warum muss immer erst gebaut und dann gedacht werden?
Verstehen das die beiden hochbezahlten „Manager“ nicht?
Das Geld für die Tunnels - immerhin 11 Millionen Euro - könnte sofort umgeschichtet werden und der Ortsumfahrung Rabland oder sonstigen die Lebensqualität verbessernden Maßnahmen zugeführt werden.
Wir brauchen keine neuen Tunnels für schnelleren Autoverkehr: wir brauchen besseren öffentlichen Nahverkehr!

Sigmund Kripp

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