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2005-03-26
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Bozen - Bahnhofsverlegung

Das wegen der Feinstaubüberlastung in Bozen verhängte selektive Fahrverbot ist zurzeit Gesprächsthema Nr. 1 und das ist verständlich. Weniger verständlich ist allerdings die Tatsache, dass man in diesem Zusammenhang nicht auch über die geplante Bahnhofsverlegung spricht, die nämlich einen negativen Einfluss auf die Verkehrsströme und damit auf die Luftqualität in der Stadt hätte. Um den starken privaten Pendlerverkehr erheblich einzuschränken, will man bekanntlich das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln verbessern. Wenn aber der Bahnhof, wie geplant, um 500 Meter und der Busbahnhof um 700 Meter Richtung Eisack - also an den Stadtrand - verlegt werden, erzielt man genau das Gegenteil.
Viele Pendler würden wegen des längeren Weges zum Zentrum weiterhin bzw. wiederum mit dem Pkw fahren statt mit Bahn oder Bus. Dies hätte nicht nur negative Folgen für die Pendler selbst, sondern auch für die Verkehrslage und damit für die Luftqualität der Stadt. Ich wundere mich nur, wieso dieser Aspekt von den maßgeblichen Befürwortern der Bahnhofsverlegung ignoriert wird. Ich bin deshalb mit Herrn Peter Ortner der Meinung, dass auch aus den obigen Überlegungen der Bozner Bahnhof bleiben soll, wo er ist. Stattdessen soll, wie als Variante 1 in der Machbarkeitsstudie vorgesehen, die Gleisstrecke nach Kardaun in einen Tunnel unter dem Rittner Berg verlegt werden. Damit würde auch die Wohnqualität in Rentsch und am Bozner Boden wesentlich verbessert werden und der Bahnhof behielte seine vorteilhafte zentrale Lage.


Leserbrief von Karl Berger, Bozen

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